30 Days Challenge: Hanuman und der Spagat – Teil 1/2

In der Yogaklasse wirst du bestimmt schon einmal in die Situation gekommen, dass deine Yogalehrerin oder dein Yogalehrer dich dazu aufgefordert hat im Herabschauenden Hund ein Bein nach vorne in den Spagat oder Hanumanasana zu schwingen. Wer ist bloß auf diese Idee gekommen? Zähneknirschend versuche ich seit Jahren in die Asana (Yoga Haltung) zu gleiten, fühle mich aber meist eher wie ein Trample, wenn ich eines meiner Beine nach vorne hüpfe und später irgendwie wieder heraus zwirbel. Warum mache ich das eigentlich und wer oder was ist Hanuman?

Story über Hanuman – Hanuman und die reife Mango

Hanuman ist der Name eines Gottes, der Gott der Winde, halb Affe und halb Mensch. Neben Ganesh, Shiva und Krishna gehört er zu den Promis der Götter aus dem Hinduismus. Ihm ist es möglich unmögliche Dinge zu tun aufgrund seiner Liebe zu seinem König Rama. Weiter symbolisiert er Hingabe, Kraft des Vertrauens und des Mutes.

In Indien gilt Hanuman aufgrund seiner übernatürlichen Kräfte (siddhis) als Superheld. Als Kind hat er beispielsweise die Sonne mit einer reifen Mango verwechselt. Er ist hoch zur Sonne gesprungen, hat nach der Sonne gegriffen und in seinen Mund gesteckt. Das gefiel den Göttern überhaupt nicht, weshalb er sie wieder zurück an ihren Platz setzen musste.

Warm Up für die Hanumanasana Praxis

Bei Hanumanasana, Hanuman für den Superheld unter den Göttern und Asana für Yoga Haltung oder wörtlich übersetzt Sitz, handelt es sich um eine Dehnung der Hüften, Quadrizeps und Hamstrings.

Ein Warm Up das immer geht sind die Jivamukti Magic 10 entwickelt von Sharon Ganon.  

Speziell für den Spagat habe ich mir eine aufwärmende Sequenz überlegt. In den nächsten 30 Tagen will ich diese täglich üben. Mein Fazit zu meiner Sequenz und eventuell Modifikationen gibt es in Teil 2 der 30 Day Challenge. Denn es gibt nicht nur einen Weg nach Rom oder in diesem Fall in den Spagat.

7 Warm Up Asanas für Hanuman

Jede Asana wird für 10 Atemzüge (bzw. 5 Atmenzüge pro Seite) gehalten:

  • Adho Mukha Svanasana – Herabschauende Hund 
  • Eka Pada Rajakapotasana – halbe Taube
  • Paschimottanasana – die intensive Vorwärtsbeuge
  • Halbes Virasana – der halbe Heldensitz, d.h ein Bein ist angewineklt und das andere ausgesteckt
  • Anjaneyasana – Halbmond
  • Twisted Monkey
  • Half Split –  Ardha Hanumanasana
  • Hanumanasana – der Spagat, mit Kissen, Blog oder Decke unter dem Po.

(Bilder folgen)

Was hat Hanuman mit dem Spagat zu tun?

Aufgrund seiner übernatürlichen Fähigkeiten und seine liebe zu seinem König Rama war Hanuman Anführer eines Affenherres. Im Hindu-Epos Ramayana heißt es, dass Hanuman mit einem Satz von Südindien nach Sri Lanka gesprungen ist, um Ramas große Liebe von ihren Entführern zu befreien. Dieser Spagat, den Hanuman aus Liebe zu seinem König gemacht hat verdanken wir den Namen dieser Asana.

Warum üben wir Hanumanasana?

Ganz klar, weil wir es können. Somit erübrigt sich die Frage eigentlich. Dennoch ist sie berechtigt. Denn warum üben wir Yoga? Was macht Yoga mit uns? Mit unserem Körper und unserem Geist?

In der Asana Praxis heißt es so schön, dass es keine Lieblingsastellungen geben soll. Alle Yoga Asanas sollen wertungsfrei geübt werden.

Heute ist Tag 1 meine persönlichen Challenge. In 30 Tagen folgt Teil 2 mit meinem Hanuman Ergebnis.

Mehr zur Geschichte warum Hanuman von Südindien nach Sri Lanka gesprungen ist und was passiert wenn wenn wir niemals den Boden erreichen werden gibt es im zweiten Teil meiner 30 Day Challenge.