Ist Yoga nur was für Primaballerinas und was bedeutet Yoga eigentlich?

Ist Yoga nur was für schlanke Primaballerinas?

Woran denkst du, wenn du Yoga hörst? Sport, Fitness, Schwitzen, schöne Frauen, die gleich drei Knoten ins sich schlingen und ihr Körpergewicht auf einer Hand balancieren können? Das will dir zumindest Instagram oder die Werbeindustrie von Yogafashion weiß machen.

Und jetzt halt dich fest! Yoga ist es total egal wie du aussiehst und welches Geschlecht du hast! Genau, du hast richtig gehört. Du bist wunderschön und genauso wie du bist richtig, unabhängig davon was dir Instagram oder Facebook sagen will.

Was bedeutet Yoga eigentlich?

Yoga (Sanskrit, योग, yuj für: ‚anjochen oder zusammenbinden‘), welches sich simpel als Vereinigung oder Einheit übersetzten lässt, bezeichnet eines von 6 philosophischen Systemen Indiens und zwar sind dies neben Yoga, Samkhya, Vaisesika, Nyaya, Purva Mimasa und Vendanta. Alle 6 philosophischen Systeme überliefern eine Erklärung der Wirklichkeit und eine Anleitung zur spirituellen Befreiung.

In der indischen Philosophie bezieht sich Yoga auf Patanjalis gesammelten Sutras beziehungsweise kurze Verse in seinem Yoga Sutra, welches ungefähr 300 v. Chr. verfasst wurde. Das Wort Sutra bedeutet Faden, da ein Sutra vom anderen Sutra abhängt beziehungswiese das eine mit dem anderen verknüpft ist.

Zu den Kernaussagen des Yoga Sutras gehört, dass durch Yoga die Verbindung des getrennten Selbst mit dem universellen Selbst möglich wird. Wobei es sich hier um eine philosophische Aussage handelt und diese auf den ersten Blick vielleicht noch etwas befremdlich erscheinen mag. Das Ziel jeder Yogapraxis ist es inneren Frieden zu finden, der darin liegt im ersten Schritt zu erkennen, dass wir alle eine Einheit bilden. Wir sind keine getrennten Einheiten, sondern bilden in der Summe eine zusammengeschmolzene, nicht trennbare Einheit. Um diese Einheit zu erreichen und diese zu fühlen gehört eine Yogapraxis, die nicht zwangsläufig darin bestehen muss Yogahaltungen zu üben.

Denn Yoga ist viel mehr als ins Yogastudio zu rennen und Asanas (Yogahaltungen) zu üben. Dhyana (Mediation), Pranayama (Atemtechniken) oder auch Niyamas (Disziplin) und Yamas (Selbsbeherschung) gehören ebenso zu einer Yogapraxis. Und dabei sind dies nur fünf der insgesamt acht Pfade des Raja Yogas beziehungsweise Asthanga Yogas. Die anderen drei lauten Pratyahara (Zurückziehen der Sinne), Dharana (Konzentration) und als letzte Stufe Samadhi (vollkommende Verwirklichung).

Patanjali hat diese 8 Pfade im Yoga Sutra aufgeführt um eine Anleitung zu hinterlassen, durch den ein Übender es schaffen kann in der Einheit zu verschmelzen beziehungsweise das universelle Selbst zu erreichen.

In den meisten Yogastudios wirst du Asanas, Pranayama und Meditainsübungen lernen. Dabei solltest du nicht vergessen, dass alle Werkzeuge von Patanjali gleich bedeutend wertvoll sind.

 

Was bedeutet Yoga für mich?

Yoga ist für mich genauso bedeutsam wie sich gesund zu ernähren, saubere Luft zu Atmen und zu lachen. Durch das Üben von Yoga habe ich gelernt mich selbst mit all meinen Fehlern und Schönheitsmarkeln zu akzeptieren und sogar meinen Ekel vor meinen eigenen Füßen komplett verloren. Dabei bin ich nicht die einzige die gelernt hat ihre Füße durch Yoga zu mögen.

Und was bedeutet Yoga für dich?

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